Vernetzung der slowakischen Bodengemeinschaft – Nationales Knotenpunkttreffen von Soil-X-Change auf dem Agrokomplex 2026

Vernetzung der slowakischen Bodengemeinschaft – Nationales Knotenpunkttreffen von Soil-X-Change auf dem Agrokomplex 2026

Am 2. September 2026 traf sich der slowakische nationale Knotenpunkt für Soil-X-Change im Rahmen der Agrokomplex 2026, der größten Landwirtschaftsmesse der Slowakei. Das Treffen brachte Mitglieder potenzieller, in der Slowakei noch nicht geförderter EIP-Organisationen zusammen, um zu erörtern, wie bodenbezogene Aktivitäten in der Slowakei besser koordiniert und die Ergebnisse von Soil-X-Change über die Projektlaufzeit hinaus gesichert werden können. Darüber hinaus nahmen Vertreter von AKIS CB – IZPI sowie der Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Slowakischen Republik an der Diskussion teil.

Die Teilnehmenden stellten ihre aktuellen Aktivitäten in den Bereichen Bodenforschung, -monitoring, Beratung, Wissenstransfer, regenerative Landwirtschaft und Agroforstwirtschaft vor. Die Diskussion zeigte, dass die Slowakei bereits über beträchtliches Fachwissen, Daten, Demonstrationsprojekte und praktische Erfahrung verfügt. Diese Ressourcen sind jedoch weiterhin über verschiedene Institutionen, Projekte und Politikbereiche verteilt, was ihre Sichtbarkeit und Nutzung durch Landwirte und andere Praktiker einschränkt. Ein weiteres Hindernis für die Bodenforschung sind die nicht finanzierten EIP-OG-Projekte, die noch auf ihre Umsetzung warten.

Die Teilnehmenden untersuchten, wie ihre sich ergänzenden Kompetenzen die langfristige Nutzung der Ergebnisse von Soil-X-Change unterstützen können. Besonderes Augenmerk lag auf der Notwendigkeit, bestehende Bodendaten mit Informationen über Landwirte zu verknüpfen, die bereits regenerative und andere innovative Anbaumethoden anwenden. Eine engere Zusammenarbeit könnte es erleichtern, geeignete Demonstrationsbetriebe zu identifizieren, Lösungen unter realen Anbaubedingungen zu validieren und praktische Beispiele einer breiteren landwirtschaftlichen Gemeinschaft zugänglich zu machen. Bestehende Portale, Beratungsdatenbanken, Demonstrationsflächen und Stakeholder-Netzwerke könnten zudem genutzt werden, um das Soil-X-Change-Dashboard und seine Datenbank mit nachhaltigen Bodenbewirtschaftungsmethoden weiter zu verbreiten.

Der Bioökonomie-Cluster bot zudem Möglichkeiten, das slowakische Netzwerk mit der neu gegründeten Bodeninnovationspartnerschaft zu verbinden. Diese langfristige, mitgliederorientierte Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Bodenforschung durch die Vernetzung von Wissen, Menschen und Investitionen näher an die landwirtschaftliche Praxis heranzuführen.

Als konkrete Folgemaßnahme vereinbarten die Teilnehmenden, die Einrichtung einer nationalen Arbeitsgruppe für Bodenkunde über die slowakische Koordinierungsstelle für Agrarforschung und -sicherheit (AKIS) zu prüfen. Diese Gruppe könnte eine ständige Kooperationsplattform zur Koordinierung von Aktivitäten bieten, relevante Ministerien und Organisationen vernetzen, Möglichkeiten für gemeinsame Projekte identifizieren und sicherstellen, dass das Wissen über Bodenkunde die Landwirte effektiver erreicht.

Die vorgeschlagene Arbeitsgruppe wäre ein wichtiger Bestandteil des Erbes von Soil-X-Change in der Slowakei. Durch die Verknüpfung von Forschung, Politik, Beratungsdiensten und landwirtschaftlicher Praxis könnte sie dazu beitragen, die über den nationalen Knotenpunkt aufgebauten Beziehungen zu pflegen und die weitere Nutzung und Weiterentwicklung der Projektergebnisse zu unterstützen.